Steuernews für Klienten

Weitere Artikel der aktuellen Ausgabe

Ende der EU-Quellensteuer!

Glas-Weltkugel im Gras

Die EU-Quellensteuer ist die Steuer, die ein nicht in Österreich ansässiger EU-Bürger (nur natürliche Person) für beispielsweise von einer österreichischen Bank ausbezahlte Zinsen anstatt der Kapitalertragsteuer (KESt) entrichten muss. Sie beträgt 35 %.

Österreich ist das letzte Mitglied der Europäischen Union mit Quellensteuer. Jetzt endet diese Steuer aber auch hierzulande am 31.12.2016. 

Gemeinsamer Meldestandard und automatischer Informationsaustausch

Die Quellensteuer wird aber nicht ersatzlos gestrichen.

Österreich wird nun mit allen anderen Unionsmitgliedern und bestimmten anderen Drittstaaten an einem automatischen Informationsaustausch teilnehmen.

Österreichische Finanzinstitute müssen einen gemeinsamen Meldestandard einhalten. Sie müssen Konten von in der EU (außer Österreich) oder einem teilnehmenden Drittstaat steuerlich ansässigen natürlichen und juristischen Personen an das österreichische Finanzamt melden.

Ab 2017 übermittelt das österreichische Finanzministerium jährlich Daten über diese Konten an die Finanzbehörden der Ansässigkeitsstaaten. Bekanntgegeben werden nicht nur Daten über den Kontoinhaber, sondern auch Kontodaten selbst, z. B. Kontonummer und -stand.

Hinweis
Der Informationsaustausch ab 2017 beruht auf Gegenseitigkeit. Auch ausländische Finanzbehörden werden Daten über Konten von Österreichern an die österreichische Finanz weiterleiten.

Kapitalertragsteuer

Inländische, an nicht in Österreich ansässige EU-Bürger ausbezahlte Zinsen sind aber grundsätzlich auch weiterhin in Österreich steuerbar, in der Regel mit der Kapitalertragsteuer von 25 % bzw. 27,5 %.

Mit einer Ansässigkeitsbescheinigung seines Ansässigkeitsstaates kann der EU-Bürger jedoch den Abzug der Kapitalertragsteuer vermeiden. Dann unterliegen die Zinserträge des Steuerschuldners in der Regel der Besteuerung im Ansässigkeitsstaat.

Stand: 29. November 2016

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema? Dann kontaktieren Sie Ihren Steuerberater in Salzburg.

Artikel der Ausgabe Dezember 2016

Sicherheitseinrichtung für Registrierkassen – wie funktioniert die Inbetriebnahme?

Sicherheitseinrichtung für Registrierkassen – wie funktioniert die Inbetriebnahme?

Die Registrierkassensicherheitsverordnung gelangt zu ihrer vollen Anwendung.

Steuern für Weihnachtsgeschenke?

Steuern für Weihnachtsgeschenke?

Damit die Freude über Weihnachtsgeschenke allseits ungetrübt bleibt, informieren wir Sie, wie Sie Ihre Mitarbeiter und Kunden möglichst steuerschonend beschenken können.

Was bringt das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz?

Was bringt das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz?

Das neue Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) tritt mit 1.1.2017 in Kraft.

Ende der EU-Quellensteuer!

Ende der EU-Quellensteuer!

Österreich ist das letzte Mitglied der Europäischen Union mit Quellensteuer.

Sozialversicherung der Selbständigen (GSVG)

Sozialversicherung der Selbständigen (GSVG)

Wir Ihnen einen Überblick über die Beitragssätze und Beitragsgrundlagen der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft.

Neue KMU-Investitionszuwachsprämie!

Neue KMU-Investitionszuwachsprämie!

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket zur Förderung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in Aussicht gestellt.

Kurzfristige Liquiditätsplanung

Kurzfristige Liquiditätsplanung

In manchen Situationen ist es erforderlich das Augenmerk auf die kurzfristige Liquidität zu richten um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Dr. Lohberger Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH Nonntaler Hauptstraße 49 5020 Salzburg Österreich +43 662 620185 +43 662 628925 +43 662 622430 www.dr-lohberger.at 47.788886 13.050991